Forum from the bottom – Madrid, 7-8 September 2019

Jai Jagat is a wake-up call to respond to the deepening economic, social and environmental crisis. The campaign is an urgent appeal for people to transform and achieve one planet one people.

On September 7 and 8, 2019, there will be an International Forum in Spain to draw the demands to be taken to Geneva on behalf of the countries participating in the Forum.

There will be 5 round tables about the issues that in assemblies are identified as the most crucial and important to combat in Europe and at international level: 1.Human Trafficking and Labor Exploitation; 2. Human Trafficking and Sexual and Reproductive Exploitation; 3. Migrants‘ lack of rights; 4. Hunger and Food Waste and 5. Housing.

The movement and the forum is nonviolent and bottom-up, which means that demands will be presented by the people who have directly suffered injustices. This forum will give them a voice. Their political demands will be taken to the governments of the participating countries and then to the people at the UN in Geneva. Here is the program in Spain – And more about Jai Jagat

Sommer Symposium der Universität Cambridge – Vom 1. bis 5. Juli 2019

Ich (Ingeborg Kraus) freue mich sehr an dem Sommer Symposium an der Universität in Cambridge teilzunehmen. Vom 1. bis 5. Juli treffen sich aus der ganzen Welt hochkarätige Sprecher- & Aktivistinnen zum Thema Menschenhandel. Ich selbst werde über die traumatischen Auswirkungen von Prostitution und ihrer Genesung sprechen. Mit folgenden Leuten werde ich auf einem Panel diskutieren:

Dr. Ingeborg Kraus, Trauma Expert, Germany
Dr Halleh Seddighzadeh Specialist Trauma Psychologist Executive Director. Arman Centre
Dr Kalyani Gopal Trauma Psychologist: President SAFE network US

Hier das Programm: Programm Sommer Symposium Cambridge 2019

Coalition to End Sexual Exploitation – Global Summit – June 12-15, 2019 Washington D.C.

Vom 12. bis 15. Juni 2019 wird in Amerika die größte Konferenz zur Bekämpfung sexueller Ausbeutung stattfinden. Ich (Ingeborg Kraus) freue mich sehr, zusammen mit Sandra Norak, dabei zu sein. Wir werden über verschiedene Themen berichten: Dissoziation und Täterintrojekte bei Opfern sexueller Ausbeutung, die verheerenden Auswirkungen der deutschen Gesetzgebung zu Prostitution und die Erfolge und weiteren Herausforderungen der deutschen abolitionistischen Bewegung in Deutschland. Hier finden Sie das ganze Programm: CESE Summit 2019Und hier ein Video von meinem Vortrag „Survivor Strategies to Deal with Traumatic Stress: Dissociation and Trauma Bonding“: https://vimeo.com/354289634?ref=fb-share&fbclid=IwAR2-_KPjmuE4rf_k_U9LxnMIec8jI1UmgBS3UTD4L901PMOquMJQ5B6enFE

Aktenzeichen XY Spezial – Loverboy-Masche

Die Spezialsendung Aktenzeichen XY vom 27.03.2019 über die Lover-Boy-Masche mit Sandra Norak , Dr. Ingeborg Kraus und Bärbel Kannemann (von No-Loverboy e.V.) ist nun auf Youtube. Fast 6 Millionen Fernsehzuschauer waren Live dabei!

Wie erkennt man Loverboys? Wie können Eltern erkennen ob ihr Kind ein Opfer ist? Was können Betroffenen tun? Hier finden Sie Antworten: ZDF-Infos über die Loverboy-Masche

Den Film mit anschließender Live-Sendung können Sie hier Nachsehen:

70 Jahre Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Vom 22. bis 25. Mai hat die Bundesrepublik Deutschland ihr 70 Jahre altes Grundgesetz gefeiert. Ein großes Bürgerfest mit dem Motto „die Würde des Menschen ist unantastbar“ fand in Karlsruhe am Schlossplatz statt, wo viele Informationsstände von politischen Organen waren, die das Haus unserer Demokratie ausmachen.

Zusammen mit Brigitte waren wir auch dort und wollten mal wissen, wie ernst unsere GesetzesvertreterInnen und Bürger es mit der Würde und Gleichstellung nehmen und sind mit ihnen ins Gespräch gekommen.

Erster Stopp war die Europa-Union in Karlsruhe:

Guten Tag! Gehen Sie zu Prostituierten? Nein. Konsumieren Sie manchmal Pornografie? Nein. Was denken Sie über Prostitution, sollte sie abgeschafft werden? Es ist das älteste Gewerbe der Welt. Ja aber die Sklaverei war doch auch so alt wie der Mensch und wurde verboten….

Fazit: an diesem Stand soll also kein einziger Mann bei Prostituierten gewesen sein oder jemals ein Pornoheft in der Hand gehabt haben? Keiner von Weiterlesen

Vortrag von Manfred Paulus – Erster Kriminalhauptkommissar a.D.

Es lohnt sich diesen Vortrag von Manfred Paulus bei den SeeGesprächen anzuhören: „unser Rechtsstaat wird vorgeführt“. Er zitiert Iana Matei, eine rumänische Psychologin und Fachfrau in dem Gebiet: „Wir müssen nicht nur gegen Menschenhandel, gegen Frauen- und Kinderhandel nach Westen hin ankämpfen, wir müssen auch gegen den Umgang Deutschlands und gegen die Sprache, die in Deutschland verwendet wird ankämpfen. Wir müssen hier eine zweite Front eröffnen. Bei den Begriffsbestimmungen im ProstSchutzGesetz steht: Prostituierte sind Personen, die sexuelle Dienstleistungen erbringen. 90% sind Ausländerinnen! Nach Meinung des Gesetzgebers sind sie Prostituierte die sexuelle Dienstleistungen erbringen. Das ist Fatal und höchst Problematisch! da dieser begriff Freiwilligkeit beinhaltet. Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass diese Frauen freiwillig der Prostitution nachgehen. Schon in der Sprache liegt das Problem! Das ist die Sprache, die Iana Matei zurecht angreift. Denn so wird Rechtsstaatlichkeit suggeriert, so wird es schön gemalt obwohl es mit der Realität wenig zu tun hat. In Wirklichkeit handelt es sich hier um Sexsklaverei.“

Hier der Link, veröffentlicht am 26.04.2019: Menschenhandel und Sexsklaverei – Tiefer Schatten über Deutschland – Kommissar a.d. Paulus packt aus

Gegen den Hass – Nordisches Modell jetzt!

Rede von Dr. Ingeborg Kraus auf dem 3. Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen in Mainz. 03.04.2019 https://www.capworldcongress.org – Lektorat: Angelika Fischer – Foto: Lena Reiner (Menschenfotografin)

Ich möchte diese Rede an unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel richten und an den deutschen Staat. Aus der ganzen Welt sind heute Menschen nach Deutschland gekommen weil Sie sich über die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland ernsthaft Sorgen machen. Ich hoffe, dass die deutschen Politiker und Politikerinnen auch anfangen sich Sorgen zu machen.

Das System Prostitution ist ein System der Gewalt die viele Gesichter hat: 

Es fängt schon bei der Bekleidung an: denn Gewalt ist auch zum Beispiel das völlige Nacktsein oder die leichte Bekleidung im Freien bei winterlichen Temperaturen. In der Straßenprostitution herrschen zudem mangelnde Hygienezustände, kein Schutz, keine Sicherheit, Dunkelheit, man ist den taxierenden Blicken ausgesetzt …
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Mainzer Erklärung

Mainz, am 4. April 2019.

Initiativen, Vereine, Organisationen oder Personen, die sich ihr anschließen wollen, können eine kurze Mail an CAP schreiben (contact@cap-international.org) oder sich auf dem englischen Originaltext eintragen.

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Offener Brief an die deutsche Kanzlerin, die deutsche Regierung und den deutschen Bundestag.

  • Verbieten sie Sexkauf und Bordellbetrieb!
  • Bieten Sie den Opfern der Prostitution echte Alternativen und Ausstiegsmöglichkeiten!
  • Beenden Sie umgehend die staatlich geförderte sexuelle Ausbeutung von Frauen, die die Menschenwürde und Deutschlands Verpflichtungen unter internationalen Menschenrechtsgesetzen verletzt!

Wir, deutsche und internationale Überlebende der Prostitution und des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, Nichtregierungsorganisationen, die unmittelbar und direkt die Opfer dieser Verbrechen unterstützen, Aktvistinnen und Aktivisten für Menschen- und Frauenrechte, Organisationen und Bewegungen, die alle Formen sexueller und sexistischer Gewalt bekämpfen, sind durch die deutsche Gesetzgebung und öffentlichen Ansätze zur Prostitution schockiert, verletzt und zutiefst erschreckt. Seit 2002 hat Deutschland ein System massiver sexueller Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen an den ärmsten und gefährdetsten Frauen organisiert und geschützt.

Anlässlich des 3. Weltkongresses gegen die sexuelle Ausbeutung an Frauen und Mädchen in Mainz versammelt, rufen wir die deutsche Kanzlerin, die Regierung und den Bundestag feierlich dazu auf, der staatlich geförderten sexuellen Ausbeutung der gefährdetsten Frauen sofort ein Ende zu bereiten.

Um dies zu erreichen, fordern wir die deutsche Regierung dazu auf:

  • ihren internationalen Verpflichtungen durch die Kriminalisierung der Ausbeutung der Prostitution einschließlich des Bordellbetriebs und jeglichen Profits aus der Prostitution anderer nachzukommen;
  • anzuerkennen, dass die Bezahlung sexuellen Zugangs zum Körper einer anderen Person wegen deren finanzieller Nöte und nicht deren körperlichen Begehrens eine Form sexueller und sexistischer Gewalt darstellt und den Kauf von Sex zu verbieten;
  • sicherzustellen, dass prostituierten Individuen weder Strafen noch besondere Kontrollen oder Registrierungen auferlegt werden, da diese für ihre eigene Ausbeutung weder Strafen noch Kontrollen unterworfen sein sollen;
  • auf Bundesebene Richtlinien zum Ausstieg aus der Prostitution mit ausgestatteten Programmen einzuführen, die den Opfern der Prostitution und des Menschenhandels Schutz, Begleitung, sowie soziale und finanzielle Unterstützung bieten. Diese Programme müssen Sozialwohnungen, Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Opfer, medizinische und psychologische Gesundheitsversorgung, Bildung und Zugang zu Berufsmöglichkeiten enthalten;
  • die Verantwortung des deutschen Staates für die sexuelle Ausbeutung mehrerer hunderttausender Frauen anzuerkennen und den Opfern der Prostitution und des Menschenhandels, deren Ausbeutung in den deutschen, staatlich zugelassenen Bordellen durch die Gesetzgebung zur Prostitution in der Jahre 2002 und 2017 erlaubt und gefördert wurde.

Übersetzung: Abolition 2014