Frankreich hat am 06.04.2016 die Freierbestrafung gewählt. Ein historischer Tag und ein großer Schritt zum Abbau des Systems Prostitution. Zu diesem Anlass organisiert der Verein „Mouvement du Nid“, der im wesentlichen auch zu diesem Erfolg beigetragen hat, eine Konferenz zum Thema „Prostitution und Gesundheit“. Frau Dr. Kraus wird über „Trauma und Prostitution“ referieren.
Prostitution ist unvereinbar mit der Gleichstellung von Frau und Mann
Vortrag von Dr. Ingeborg Kraus in Madrid am 15.10.2015, anlässlich der Fachtagung zu Prostitution, organisiert durch: „La Comision para la investigation de malos tratos a mujeres“.
In Deutschland wird die Idee eines Sexkauf-Verbots oft noch nicht einmal zur Kenntnis genommen, geschweige denn angestrebt, weil man denkt, es gäbe eine gute Prostitution. Es besteht natürlich Konsens darüber, dass „Kinderprostitution“ schlecht und Zwangsprostitution eine schwere Straftat ist, aber die Prostitution, in der sich zwei erwachsene Menschen einig werden…. Warum sollte sich da der Staat einmischen? Und ihnen vorschreiben, wie sie Sex haben? Oder ihn sogar verbieten? Das geht doch nicht!
Trauma als Voraussetzung für und Folge der Prostituierung
Vortrag von Frau Dr. Ingeborg Kraus, anlässlich der Fachtagung „Über die Schäden durch die Prostitution“.
München, 4. / 5. Dezember 2015.
Herzlichen Dank an dich, Anita Heiliger, dass du die Fachtagung zustande gebracht hast und es auch ermöglicht hast, dass Melissa Farley nach Deutschland kommt. Denn es war sehr wichtig, was Melissa gestern gesagt hat.
Noch kurz etwas zum Kongress im letzten Jahr in München. Ich habe diesen Workshop – Traumata und Prostitution, Erfahrungen und Forderungen – zusammen mit dir, Anita, organisiert, und er war ja wirklich fantastisch, da kam wirklich international die Elite der Psychotraumatologie nach München, das muss man sich mal vorstellen: Dr. Muriel Salmona aus Paris kam, Michaela Huber kam, die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation und es war ganz wichtig, dass Christiane Caspary vom Frauentherapiezentrum München auch da war, die ganz wichtige Themen angesprochen hat, wie Prostitution von Frauen, die auf der Flucht sind, eine Situation die ganz aktuell ist.
Resolution der Fachtagung „Über die Schäden durch die Prostitution“
14. Dez. 2015 — Die TeilnehmerInnen der Fachtagung des Bündnisses Stop Sexkauf „Über die Schäden durch die Prostitution“ sind empört, dass die zuständigen Bundestagsabgeordneten es nicht geschafft haben, notwendige Schutzmaßnahmen für Frauen in der Prostitution umzusetzen. Der von CDU/CSU zunächst in Absprache mit der SPD vorgelegte Entwurf eines neuen Prostituiertenschutzgesetzes wurde in der vorigen Woche endgültig von der SPD Fraktion gekippt.
Die SPD konnte sich noch nicht einmal zu regelmäßigen Gesundheitsberatungen für die prostituierten Frauen und zu einer Heraufsetzung des Schutzalters von 18 auf 21 Jahre bereit erklären. Auch die dem Schutz der Frauen dienende regelmäßige Anmeldepflicht der Frauen wurde abgelehnt und soll nur einmalig persönlich von den betroffenen Frauen selbst erfolgen; vier Jahre später genüge dann eine digitale Anmeldung.
Fachtagung in München 4./5.12.2015: Über die Schäden durch die Prostitution
Diese Fachtagung zentriert sich auf den Aspekt der Schäden durch die Prostitution, weil die Bundesregierung auch in ihrem neuen Gesetzentwurf Prostitution als Normalität behandelt und die Realität in der Prostitution völlig ignoriert: die Entwürdigung der Frauen, die physische und psychische Verletzung, die Traumatisierung, die Gewalt durch die Sexkäufer.
Die US-amerikanische Psychologin und Forscherin Dr. Melissa Farley wird zum ersten Mal nach Deutschland kommen und über ihre zahlreichen Forschungsergebnisse zu Gewalterfahrungen von prostituierten Frauen sprechen.
Fachtagung in Madrid, 15.10.2015: Prostitution ist unvereinbar mit der Gleichstellung zwischen Mann und Frau!
In Madrid, kurz vor den Wahlen im November, wurden die PolitikerInnen eingeladen sich Experten aus dem Ausland anzuhören: Sonia Sanchez (eine Aussteigerin aus Argentinien), Taina Bien-Aimé (Vorsitzende von CATW aus New-York), Grégoire Théry (Anwalt aus Paris), Dr. Ingeborg Kraus (Psychotraumatologin aus Deutschland). 

Fachtagungen in Montreal: 5./6.10.2015
Unser Appell erfährt mittlerweile internationales Renommee. In Montreal will man hören wie Prostitution aus psychotraumatologischer Sicht betrachtet wird.

Sexkäufer weisen viele Gemeinsamkeiten mit sexuell gewalttätigen Männern auf!
Die neue Studie von Dr. Melissa Farley belegt, dass Sexkäufer ähnliche Strukturen aufweisen wie sexuell gewalttätige Männer. Diese Faktoren beinhalten folgende Auffälligkeiten: antisoziales Verhalten, eine Präferenz für unpersönlichen Sex, Sex als eine Sportart zu betrachten und nicht Teil einer intimen Beziehung, ein „feindseliges Männlichkeitsbild“ zu haben, was narzisstische Züge beinhaltet, eine ablehnende Haltung Frauen gegenüber und das Bestreben sie dominieren zu wollen.
Freier entwickeln weniger Empathie für Frauen in der Prostitution als Männer die keinen Sex kaufen. „Wir hoffen, sagt Farley, dass diese Studie den Mythos des Sexkäufers bricht, u.Z. dass Freier nur nette sexuell frustrierte Jungs seien“. Sexkäufer weisen ein hohes Maß an sexuell aggressiven Einstellungen und Verhalten auf!
Hier die Studie: Vergleichsstudie zwischen Sexkäufer und Männer die keinen Sex kaufen
Trauma und Prostitution aus traumatherapeutischer Sicht
Michaela Huber, erste Vorsitzende der deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation, sieht einen deutlichen Zusammenhang zwischen Gewalt in der Kindheit und einem späteren Eintritt in die Prostitution. Sexuelle Gewalt spielt dabei die sichtbarste Rolle, aber auch andere körperliche und seelische Gewalt sowie extreme Vernachlässigung sind Gefährdungsszenarien, die in die Prostitution führen. In ihrem Vortrag auf dem Kongress „Stop Sexkauf“ in München erläutert sie diese Zusammenhänge:
Vortrag von Michaela Huber zu Trauma und Prostitution: http://www.michaela-huber.com/files/vortraege2014/trauma-und-prostitution-aus-traumatherapeutischer-sicht.pdf
Elendsprostitution – eine Schande für Deutschland
Donnerstag, 23.04.2015, 19:30 in Herrenberg, Alte Turnhalle, Seestraße 29.
Gäste: Sozialministerin Katrin Altpeter, Mdl; Jana Koch-Krawczak, Aussteigerin; Dr. Ingeborg Kraus, Trauma-therapeutin; Manfred Paulus, Kriminalhauptkommissar a.D.
Moderation: Dr. Susanne Kaufmann, SWR.
Begrüssung durch die Stadt Herrenberg: Bürgermeisterin Gabrielle Getzeny, Gleichstellungsbeauftragte Birgit Kruckenberg-Link.
Flyer zur Veranstaltung: KOR-0143-007_Einladung







